Baubericht NEW FUN EXTRA von Gerhard Hanssmann - Teil 1
Der Baubericht ist mit einigen zusätzlichen Kommentaren auch im Forum von RC-Network zu finden.
1. Der Baukasteninhalt
Die aus Depron tiefgezogene Tragfläche und der Rumpf mit fertig gefrästen Ausschnitten für Fläche und Leitwerk.
Die CNC - gefrästen Leitwerke und Querruder.
Alle nötigen Kleinteile wie leichter Motorspant in Sandwichbauweise, Spinner aus Depron, Radschuhe, leichte Räder,Fahrwerksverkleidung, fertig gebogenes Fahrwerk, CFK-Stäbchen fertig abgelängt zur Anlenkung, Schrumpfschlauch... und eine 10 seitige, übersichtlich gestaltete Bauanleitung mit vielen Bildern und Skizzen.
2. Der Motor
Es wird ein LRK 290-05-28 Y Litze eingesetzt. Der Motor wird mit 3 Lipolyzellen und einer 9x4,7 (ca. 8A) bis 10x4,7 (ca. 12 A) Luftschraube eingesetzt.
Komplett mit Befestigungsmaterial für den Einbau und die Luftschraubenbefestigung wiegt der bis zu 130 W durchsetzende Motor nur 44 g. Die Befestigung des Motors durch das M 10 Innengewinde in der Statorachse bietet mit dem Befestigungsmaterial vielfältige Befestigungsmöglichkeiten im Modell.
Befestigung des Motors mit der Alugewindehülse, die in den verstärkten Kopfspant eingedreht wird.
Oder mit einer Huthülse, die ebenfals mit oder ohne Mutter im Kopfspant befestigt wird.
Der Motor kann ganz einfach durch Aufschrauben auf die Gewindehülse, Magnetglocke dazu entfernen, am Modell befestigt werden. Leichter Ein- und Ausbau ist dadurch gewährleistet.
Standschubmessungen
Regler TMM 1210-3 PL Version 2.24 mit Timing automatisch:
Zuerst wird am Rumpf im Bereich zwischen Kabinenhaube und Frontspant eine Wartungsklappe mit ca. 100 x 70 mm mit einem scharfen Messer herausgeschnitten. Als Auflage für die Wartungsklappe werden einige 1 mm Balsahölzchen in den Rumpf eingeklebt. Die Wartungsklappe wird später mit Tesa oder einem Magnetverschluss befestigt.
Die Balsaverstärkung ca. 60 mm x 70 mm als Gegenlager für das Fahrwerk wird in den Rumpf mit Weißleim und Styrosekundenkleber geklebt.
Durch einen langen Tesastreifen, der vom Flächenansatz über das Fahrwerk bis zum anderen Flächenansatzt reicht, wird das Fahrwerk später "elastisch" festgehalten. Der Rumpf kann im Bereich der Tesahaftfläche mit Uhu-Por grundiert werden. Nach 10 min Ablüften hält der Tesa unverrückbar auf dem so behandelten Depron.
Der Einbau des Motorspants bei Frontbefestigung eines Innenläufers
Da der Rumpf aus 2 verklebten Halbschalen aufgebaut ist, muss bei der Formgebung und Verklebung im Bereich der Nahtstelle besonders sorgfältig gearbeitet werden.
Der in leichtester Sandwichbauweise aufgebaute Motorspant wird seitlich etwas angephast, um ihn der Rumpfform anzupassen. Zum Festhalten ist eine Holzschraube im Motorspant ganz nützlich. Der Spant wird mit wenig 5 min Epoxy eingeklebt. Darauf achten, dass der Spant parallel zum Rumpfabschluss ist und die Rumpfnähte an den Motorspant gedrückt werden. Für diese Arbeiten sind 3 Hände besser als 2. Die Rumpfnähte bis zum Aushärten des Harzes an den Spant drücken. Der Spant sitzt einige mm hinter dem Rumpfanfang, dadurch wird der Propellermitnehmer später verdeckt und sorgt so für ein besseres Aussehen.
Die Rumpfnaht wird mit Styrosekundenkleber und Aktivator nachgeklebt. Stellen, die etwas uneben oder vom Sekundenkleber/Aktivator besonders angelöst sind, werden mit Leichtspachtel ausgebessert.
Zum Verspachteln des Modells wird der Dekor-Spachtel Mastic-Léger für innen und außen von Molto verwendet. Erhältlich im " Bauhaus " Baumarkt für ca.5 € das 200 g Gebinde.
Der Spachtel ist weiß, sehr sehr leicht, läßt sich wunderbar, auch auf leichtem und weichem Balsaholz oder Depron, übergangsfrei verschleifen, ist wasserverdünnbar, trocknet schnell, ist gut zu verarbeiten, hält auch auf Depron, Styropor und Styrodur und die gut schließende Kunstoffdose schützt vor dem Austrocknen. Produktinformation Dekor-Spachtel. Die EAN-Nummer des Spachtel lautet: 4007591141200
Motorbefestigung für den Mfly LRK
Bei dieser Extra wird der Motor nicht über den Motorspant befestigt, sondern über ein 6 mm CFK - Rohr, welches mit 2 Widerlagern positieniert wird (vgl. Punkt 2 Motor).
Die Formgebung des Rumpfabschlusses bei der Klebenaht erfolgt nun durch 2 Balsavierkantleisten 3 x 3 mm, die mit Styrosekundenkleber eingeklebt werden.
Das vordere Widerlager für die Motoraufhängung ist aus 3 mm Balsasperrholz, damit es Zug - und Druckkräfte aufnehmen kann. Die Aluhülse wird mit einem 6 mm auf 4 mm Cfk-Röhrchen auf ein 4 mm CFK-Rohr mit Sekundenkleber festgeklebt. Der CFK - Stab wird schwimmend durch einen kleinen Silikonschlauch, der durch eine 1 mm GFK-Platte gehalten wird, gelagert. Im Crashfall reisst es hoffentlich nur das 1 mm CFK Plättchen vom Balssperrholzspant (Sollbruchklebestelle), ohne diesen oder den Depronrumpf wesentlich zu beschädigen.
Auf der Rückseite des Widerlagers sind 3x3 mm Balsaklötzchen angebracht, die das Verdrehen des CFK-Rohrs durch einen 1,5 mm CFK-Splint verhindern. Der Splint kann über den Rumpfboden durch eine kleine Öffnung mit einer Zange entfernt werden.
Mit gleichmäßigem Abstand von 27 mm zur Rumpfvorderkante wird das vordere Widerlader mit wenig Weißleim in den Rumpf geklebt.
Da das hintere Widerlager keine Zug- und Druckkrafte aufnehmen muss, wird es aus 1,5 mm Balsa aufgebaut und 78 mm von der Rumpfvorderkante eingebaut.
Das eigentliche Widerlager ist aus 0,4 mm GFK. Die Stelle, welche Null Grad Sturz und Seitenzug ergibt, ist blau markiert. 2° Seitenzug und 2° Sturz ergeben sich, wenn mann das GFK Plättchen um ca. 2 mm nach links und ca. 2 mm nach oben verschiebt (rote Markierung; tan 2° = x/(78mm-27mm). Das GFK- Plättchen wird mit Tesa oder doppelseitig klebendem Klebeband fixiert.
Die Rückseite des Widerlagers ist etwas verstärkt.
Da die EWD Null Grad beträgt, kann die Bezugsline (Nulllinie) für den Motorzug mit einem geübten Auge durch Peilung gefunden werden.
Diese Nulllage entspricht der blau eingezeichneten Stelle des GFK Plättchens.
Das hintere Lager wird mit Weißleim und Styrosekundenkleber festgeklebt.
Die gesamte Motoraufhängung einschließlich der Aluhülse hat eine Masse von 6 g.
Dies sind die Umrisse für die Widerlager des CFK- Rohrs zur Motoraufnahme.
Die recht zeitaufwändige Motorbefestigung mit schwimmender Lagerung eines CFK-Rohrs mit aufgeklebter Alugewindehülse zur Motoraufnahme und leichter Zugrichtungsveränderung, ist fertig.
Über die Wartungsklappe am Rumpfboden ist die CFK-Rohrlagerung leicht zugänglich. In diesem Zwischenraum wird auch der Regler untergebracht.
Auf die Gewindealuhülse M 10 wird der Motor aufgeschraubt.
Der Motor kann so ganz einfach abgeschraubt und in anderen Modellen verwendet werden. Eine Änderung der Motorzugachse ist mit wenigen Handgriffen möglich.
Als Stecksystem für die Motorseite werden 2 mm Goldkontakte gewählt. Am Motor werden 3 Stück 2 mm Buchsen angelötet. Der Motor läßt sich damit gerade noch auf die Alumotorbefestigungshülse drehen.
Beim Regler werden 3 Stecker rechtwinklig zum Kabel angelötet.
Mit einer Pinzette können die Reglerkabel beim Motor eingesteckt werden.
Der TMM 1210-3 Profi Line (Version 2.26) arbeitet mit den Einstellungen: Full Modus; Bremse aus; 290 ms Anlaufzeit; automatisches Timing; Motor abschalten; 3 Lipoly, ohne Probleme mit dem Mfly LRK. Die Unterspannungserkennung schaltet bei der Einstellung : 3 Lipoly, den Motor bei 9,4 V ab.
Die Fahrwerksaufnahme
Aus leichtem 3 mm Balsasperrholz wird der Fahrwerksspant angefertigt (2 g). Als Distanzstücke dienen 1,5 mm Balsastege.
Das Fahrwerk aus 1,5 mm Federstahldraht kann so in der Mitte des Spants von unten eingeschoben werden.
Das Fahrwerk klemmt in der Aufnahme und braucht daher nicht zusätzlich gesichert werden. Bei Bedarf kann ohne Fahrwerk geflogen werden, es muss nur aus dem Fahrwerksspant gezogen werden.
Der Spant wird im Rumpf ausgerichtet und mit Weißleim verklebt. Einige Balsaleisten verstärken den Rumpf beim Fahrwerksspant.
Seit November 03 liefert Sascha die Baukästen mit CNC-gefrästen Sperrholzrädern aus.
Als Radachse dient ein Bowdenzugaussenrohr. Die Bereifung der Räder wird mit 3 mm Schrumpfschlauch oder 3 mm Moosgummi hergestellt. Alle Teile werden mit dünnflüssigem Sekundenkleber verklebt.
Der Rumpf mit dem leicht nach vorne gebogenen Fahrwerk und den Rädern
Für den Outdooreinsatz werden Räder mit 40 mm Durchmesser und dicker Schaumstoffauflage als Bereifung verwendet. Der Schaumstoff ist im Baumarkt in der Fliesenabteilung zur Spaltfüllung vor dem Silikonieren erhältlich.
Durch etwas Stabilit (auch Schrumpfschlauch) sind die Räder auf der Radachse gesichert.